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Schulfest an der Waldbachschule Zell ...
... mit Projektpräsentation „MUSIK mit allen Sinnen"
Für die 50 Schüler an der Waldbachschule und ihre vier Lehrerinnen steht schon länger fest, dass Musikhören weitaus mehr ist als das Lauschen wohlklingender Töne. Was sich aus, womit und wofür Musik so alles machen lässt, stand am Freitag beim Abschluss der Projektwoche zum Thema „Musik mit allen Sinnen" auf dem Programm. Höhepunkt war „der Waldbachschulenhit", der gesungen nach der Melodie von „Bruttosozialprodukt" (Geier Sturzflug) für Stimmung sorgte.
„Zunächst wurde die Musik gemalt. Dabei entstand ein Gemeinschaftswerk, zu dem die Schüler wiederum Klanggeschichten erfanden", erklärte Norgard Wolf, Klassenlehrerin der 1. Klasse, auch Waschbären genannt. „Was macht mir Freude, was Angst? Worauf bin ich neugierig? Wie ist es, wenn ich wütend bin? Mit diesen und anderen Gefühlen setzten sich die Kinder in den Projekttagen auseinander, setzten sie in Mimik und Bewegung um, suchten passende Musik dazu und trauten sich sogar an eigene musikalische Improvisationen heran", blickte Wolf zurück. Besonders beeindruckte sie, wie unvoreingenommen die Kinder auch mit schwierigen Gefühlen wie Trauer und Zorn umgegangen sind. Die Ergebnisse der Performance spiegelten gelungen das wieder, was auch Schulleiterin Andrea Böhme sich wünschte: „Den Gefühlen mit Musik auf die Spur kommen oder anders gesagt; wie Musik Gefühle ausdrücken können", stand am Anfang der Idee.
Unter Anleitung von Barbara Werner konzentrierten sich andere Kinder auf den Instrumentenbau und sorgten mit selbst gebauten Trommeln, Rasseln und Regenmachern für ausgelassene Stimmung. Dazu passend fertigte die Afrika-Gruppe geheimnisvolle Masken, mit denen sie zu Liedern aus dem Schwarzen Kontinent tanzten und den spannenden Geschichten vom Riesen Abiyoyo lauschten. Angeleitet wurde die Projektgruppe Afrika von Silke Hoefelmann, unterstützt durch Uta Borowsky, die an der Waldbachschule ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert. Unter dem Motto „Singen ist klasse" ging eine weitere Gruppe, angeleitet von Sabine Bereiter-Meyer, mit der Stimme auf Reisen und textete einen Kanon. Felix Christmann und Mona Berlieb, beide Schüler am Michelstädter Gymnasium, sensibilisierten die Schüler dazu, wie man auch Alltagsgegenständen wie Schüsseln und Töpfen schöne Töne entlocken kann. Mit tatkräftiger Unterstützung vieler Eltern wurde nicht nur der Projektabschluss gebührend gefeiert, sondern auch schon die Woche über fleißig Musik gemacht. So stimmten Senay Turacci und weitere Mütter Kinder auf den Tanz „Mit Musik bewegen wir die Welt" ein. Als Kulisse diente eine selbst gebastelte Weltkugel und musikalisch Kinderlieder aus vielen Ländern. Auch die Eltern und Großeltern hatten ihre Freude an dem sonnigen und kurzweiligen Nachmittag. So wurde noch bis in die Abendstunden hinein gefeiert, ganz so wie es im Schulsong versprochen wurde: „Auch mittags hat die Waldbachschule keine Ruh' - die Türen und Fenster sind nur selten zu. Da hört man Kinder spielen, lachen, singen - und manchmal auch miteinander ringen."
mg

